Gesunde Zimtsterne
Klassiker, neu gedacht, ohne Industriezucker, aber mit vollem Weihnachtsaroma
Zimtsterne gehören zu den Rezepten, die man eigentlich nicht mehr anfassen darf. Jeder hat seine Familienversion, manche seit drei Generationen unverändert. Trotzdem lohnt es sich, einmal eine alternative Variante auszuprobieren – nicht, weil „gesund“ sein muss, sondern weil diese Version wirklich funktioniert: weniger Zucker, mehr Aroma, einfache Zutaten. Und man muss nicht auf den typischen Geschmack verzichten, den man nur einmal im Jahr hinbekommt.
Zimtsterne leben nicht vom Mehl, sondern von den Mandeln. Sie sorgen für die saftige Konsistenz und den mild-nussigen Geschmack, der die Gewürze trägt. Mandeln liefern zudem natürliche Süße, weshalb man bei diesem Rezept problemlos auf Industriezucker verzichten kann, ohne im Mund das Gefühl von Diätgebäck zu bekommen.
Die Kombination aus Mandelmehl, Kokosblütenzucker und Chia als Bindemittel sorgt dafür, dass die Sterne außen leicht knusprig bleiben, innen aber weich und saftig sind. Genau die Textur, die man bei klassischen Zimtsternen oft nur mit viel Zucker hinbekommt.
Zimt spielt auch hier die Hauptrolle, und weil der Teig schlicht ist, lohnt sich ein guter Zimt (Ceylon). Der schmeckt runder, wärmer und macht die Sterne aromatischer, ohne scharf zu werden.
Rezept: Gesunde Zimtsterne
Zutaten für 1 Blech

Zubereitung
Chia vorbereiten
Chiasamen mit Wasser verrühren und 10 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.
Teig mischen
Mandeln, Kokosblütenzucker und Zimt in einer Schüssel vermengen. Honig und Chia-Mix dazugeben und mit dem Handrührgerät mischen, bis ein klebriger Teig entsteht.
Kühlen
Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kaltstellen.
Backen
Backofen auf 160 °C vorheizen. Teig zwischen zwei Backpapieren ausrollen und etwa 10 Minuten backen.
Abkühlen
Sterne ca. 10 Minuten abkühlen lassen, bevor sie vom Backpapier gelöst werden.
Optional
Birkenzucker im Mixer zu Puder mahlen und die Sterne damit bestäuben.
Warum diese Variante wirklich gut funktioniert
Viele „gesunde“ Plätzchen verlieren irgendwo: Geschmack, Textur oder Weihnachtsgefühl. Diese Zimtsterne nicht. Die Mandeln machen sie saftig, der Zimt bringt Tiefe und das Süßungsmittel lässt sie wie vollwertige Plätzchen schmecken, nicht wie ein Reformhaus-Experiment.
Sie passen perfekt in die Adventszeit – gerade, wenn man mal eine Alternative auf dem Teller haben will.
Tipps & Varianten: So kannst du Zimtsterne anpassen, ohne den Klassiker zu verlieren
Extra weich statt fest:
Wenn du Zimtsterne lieber weich und fast schon ein bisschen „chewy“ magst, roll den Teig einfach minimal dicker aus und verkürze die Backzeit um zwei Minuten. Die Sterne bleiben innen saftiger und bekommen genau diese typische Konsistenz, die man sonst nur mit viel Zucker erreicht.
Mit Orangennote für mehr Frische:
Ein Teelöffel Abrieb von einer Bio-Orange verändert das ganze Aroma – nicht laut, nicht aufdringlich, sondern angenehm frisch. Passt hervorragend zum Zimt und macht die Sterne ein kleines Stück weihnachtlicher.
Vegane Version ohne Aufwand:
Honig lässt sich problemlos durch Agavendicksaft ersetzen. Der Teig bleibt genauso formbar, das Aroma bleibt rund und der Stern bleibt ein Stern. Kein Unterschied beim Backen, kein zusätzlicher Aufwand.
Knuspriger mit Mandelstückchen:
Wenn du etwas mehr Struktur möchtest, gib ein paar fein gehackte Mandeln in den Teig. Dadurch bekommen die Zimtsterne leichte Crunch-Momente, ohne trocken zu werden.
Klassischer Look mit Glasur:
Falls du die typische weiße Haube vermisst: Birkenzucker kurz im Mixer zu feinem Puder mahlen, mit ein paar Tropfen Wasser verrühren und die abgekühlten Sterne dünn bepinseln. Sieht aus wie klassisch, schmeckt aber leichter – und ohne Industriezucker.

