Fitness Gewohnheiten ändern
Leg los mit einer effektiven Sportroutine
Es ist der am häufigsten genannte und im Lauf des Jahres immer mal wieder aufgenommene Vorsätze überhaupt: Mehr Sport und Fitness durch eine Sportroutine. Sowohl zum Jahresbeginn, als auch kurz vor dem Sommer wollen alle sportlicher, fitter und schlanker werden. Der Plan: Gewohnheiten ändern und endlich zur Sommerfigur. Doch wie das immer so ist mit den guten Vorsätzen: Nach einer kurzen Zeit sind sie meist vergessen und letzten Endes ändert sich selten etwas. Grund dafür sind unsere bisherigen Gewohnheiten, die sich festgesaugt und absolut unbewusst ablaufen. Wie du trotzdem deinen Fitness-Vorsatz endlich umsetzen kannst, schauen wir uns hier einmal genauer an.
Weil wir Dinge, die uns im Alltag immer wieder unterkommen, automatisch auf eine bestimmte Art und Weise tun, kostet es uns ungeheuer viel Kraft und Zeit, aus dem alten Trott rauszukommen. Nicht umsonst sprechen wir dann von der „Macht der Gewohnheit“.
Um Gewohnheiten zu ändern und Sportroutinen zu entwickeln, sollten wir sie als aller erstes verstehen.
Unsere Gewohnheiten – Automatisch, praktisch, gut
Meist haben Gewohnheiten einen schlechten Ruf. Sie seien zu starr und nehmen uns die Spontanität, bringen Menschen in einen Trott, der langweilig und stetig gleich ist.
Aber per se sind Gewohnheiten nicht schlecht. Stell dir vor, du müsstest bei jedem Mal, wenn du deine Zähne putzt über alle Handgriffe nachdenken. Zahnbürste nehmen, Wasser aufdrehen, Zahnbürste nass machen, Wasserhahn abdrehen, Zahnpasta aufdrehen, Zahnpasta auf Bürste, Zahnpasta zudrehen… Ich glaub, du verstehst was ich meine, oder?
Das ist mehr als anstrengend, wenn wir bedenken, wie viele Abläufe am Tag komplett unbewusst und damit als Gewohnheit ablaufen. Wie groß die „Macht der Gewohnheiten“ ist, haben wir bereits in der Titelstory dieser Ausgabe erläutert: „Rituale für mehr Happiness im Alltag – Wie wir mit Zielen und Routinen glücklich durch das neue Jahr kommen“
95% unserer täglichen Handlungen laufen automatisch ab. Sie sind einmal erlernt und haben sich dann über Jahre eingeschliffen. uständig für Gewohnheiten ist eine bestimmte Region im Gehirn, die Basalganglien. Sie steuern gewisse Gewohnheiten unterbewusst, damit sie uns weniger Energie kosten und das Gehirn entsprechend Kapazitäten zum Denken frei hat. Nur leider können wir dieses Hirnareal nicht direkt mit dem Willen steuern. Deshalb merken wir manchmal erst hinterher, dass wir gerade etwas getan haben, das wir gar nicht wollten.
Eine Kettenreaktion beginnt
Im Grunde wissen wir alle was gut für uns ist. Immerhin haben wir Zugriff auf unbegrenzte Informationen im Word Wide Web, bekommen Ratschläge und Co. per Social Media und haben im Laufe unseres Lebens Erfahrungen gesammelt und gefühlt, was gut tut und uns fit hält.
Und eigentlich wollen wir das ja auch – gesund sein, uns wohl fühlen, fit sein. Aber da sind nunmal diese „alten“ Gewohnheiten, die mit ihrer großen Macht unsere Handlungen auf gewisse Art und Weise einschränken und damit unseren Willen irgendwie auch beeinflussen. Denn wollen wir neue Gewohnheiten integrieren, dann gilt es nicht nur diese zu starten und auch durchzuhalten, sondern auch die bisherigen zu ändern oder anzupassen. Und genau da liegt das Problem.
Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung
Achtsamer durchs Leben zu gehen hilft auch dabei seine bisherigen Gewohnheiten zu erkennen und unter die Lupe zu nehmen. Denn nur wer erkennt was vielleicht nicht ganz so richtig läuft, kann verstehen wie wir zu der Gewohnheit kommen und hat dann die Möglichkeit dies zu ändern.
Alte Gewohnheiten loszulassen ist schwer. Leichter hingegen ist es aber sich neue anzutrainieren. Um eine schlechte Gewohnheit loszuwerden, hilft es sie durch eine andere, bessere zu ersetzten. Im Idealfall können wir damit genau dasselbe Bedürfnis stillen und auf den entsprechenden Reiz reagieren.
Fitness und Sport in den Alltag zu integrieren und damit zu einer Gewohnheit werden zu lassen kann also einige deiner alten, ungesunden Gewohnheiten „überschreiben“ und dich auf einen gesünderen Weg bringen. Wir sprechen hier nicht von stundenlangen Workouts, sondern von regelmäßigen kurzen und zielgerichteten Einheiten, die du in deinen Alltag integrieren solltest. Eben genau wie das Zähneputzen, komplett so, dass du nicht mehr darüber nachdenken musst, sondern es einfach tust.








