September Neustart
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September Neustart

Warum du gerade jetzt die beste Energie des Jahres hast – und wie du sie nutzt

Hand aufs Herz: Wann hast du dich zuletzt wirklich gut gefühlt? Energiegeladen, optimistisch, mit dem Gefühl, dass alles irgendwie möglich ist? Wenn die Antwort „irgendwann diesen Sommer“ ist, dann ist das kein Zufall. Das ist Biologie.

Und die gute Nachricht: Du steckst gerade mittendrin.

Warum der Sommer uns auf Hochtouren bringt

Der Sommer macht buchstäblich etwas mit uns und die Forschung kann ziemlich genau erklären, was. Sonnenlicht kurbelt die Serotoninproduktion an, das Hormon, das unsere Stimmung stabilisiert und uns antreibt. Gleichzeitig sinkt der Melatoninspiegel, also das Hormon, das uns müde macht. Weniger Müdigkeit, mehr Antrieb, bessere Laune. Kein Wunder, dass sich der Sommer so anders anfühlt als der Januar.

Dazu kommt Vitamin D, das der Körper nur durch Sonnenlicht produziert und das direkt mit Stimmung, Immunsystem und Energie zusammenhängt. Wer den Sommer draußen verbracht hat, hat jetzt volle Speicher und das spürt man.

Und dann ist da noch das Soziale. Grillen, Seen, lange Abende, spontane Treffen. Der Sommer bringt uns zusammen, und das auf eine ungezwungene Art, die im Rest des Jahres selten so funktioniert. Studien zeigen, dass enge soziale Bindungen einer der stärksten Faktoren für Wohlbefinden und Optimismus sind. Der Sommer liefert das quasi nebenbei.

Der August ist kein Endpunkt, er ist ein Absprungbrett

Genau hier wird’s interessant. Denn dieser Zustand „volle Batterien, gute Stimmung, klarer Kopf“, ist nicht einfach ein schönes Sommergefühl, das bald wieder verblasst. Er ist der perfekte Ausgangspunkt für einen echten Neustart.

Nicht im Januar, wenn es draußen dunkel ist, der Vitaminhaushalt auf dem Tiefpunkt und die Weihnachtsmüdigkeit noch in den Knochen steckt. Sondern jetzt. Mit der Energie, die der Sommer dir gegeben hat.

Der September ist dafür gemacht. Erinnere dich an das Gefühl nach den Sommerferien in der Schule: Ausgeruht, neugierig, irgendwie bereit. Dieses Gefühl ist kein Kindheitsmythos. Es steckt in uns drin, und der Sommer lädt es jedes Jahr neu auf.

Was du jetzt damit anfangen kannst

Die Forscherin Sonja Lyubomirsky hat herausgefunden, dass rund 40 Prozent unseres Glücksempfindens durch bewusste Haltungen und Gewohnheiten beeinflussbar sind. Nicht durch Umstände, nicht durch Glück, sondern durch das, was wir aktiv tun und denken.

Das ist die Chance, die der September bietet. Nicht als Drohung „jetzt musst du wieder funktionieren“, sondern als Einladung. Mit vollen Speichern, guter Laune und einem Kopf, der nach Wochen Sommer wieder Lust auf Neues hat.

Konkret bedeutet das: Was willst du in den nächsten Monaten angehen? Was hat der Sommer dir gezeigt, was dir wirklich wichtig ist? Welche Energie willst du mitnehmen und was darf ruhig zurückbleiben?

Das sind keine Neujahrsvorsätze unter Druck. Das sind Fragen aus einer Position der Stärke heraus.

Der September ist das bessere Silvester

Im Januar starten wir erschöpft, vitaminarm und im Dunkeln in ein neues Jahr und wundern uns, warum die Vorsätze nicht halten. Der September dagegen bringt alles mit, was ein echter Neustart braucht: Energie, Licht, Optimismus und den natürlichen Rhythmus, der nach dem Sommer automatisch wieder etwas strukturierter wird.

Die Finnen wissen das übrigens. Nach einem Sommer voller Mökki, Seen und langen hellen Nächten starten sie mit einer Gelassenheit in den Herbst, die nicht gespielt ist, sie ist aufgeladen. Nicht weil sie besondere Menschen sind, sondern weil sie den Sommer wirklich gelebt und genutzt haben.

Das kannst du auch. Und du hast gerade die beste Voraussetzung dafür.


Mehr Glücksforschung findest du hier

Quellen:
National Institutes of Health (NIH). (o. J.). Vitamin D Fact Sheet for Health Professionals. Abgerufen von https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminD-HealthProfessional/
Dai, H., Milkman, K. L., & Riis, J. (2014). The fresh start effect: Temporal landmarks motivate aspirational behavior.Management Science, 60(10), 2563–2582. https://doi.org/10.1287/mnsc.2014.1901

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